DIE STATION-II.....
2m und 70cm Transverter mit großem Dynamikumfang
im Selbstbau am SDR - FLEX3000
Bildfolge  ist   nicht ganz chronologisch
Mein SDR-Radio-Flex3000, sollte nun endlich einmal mit den Bändern für 2m und 70cm erweitert werden, denn ich habe mich in den letzten Jahren sehr schnell an den komfortablen Betrieb mit meinem  SDR Transceiver  gewöhnt.
Das Neue, von Wolfgang Schneider, DJ8ES, beschriebene 2m Transverter-Modul, traf da genau meinen Nerv
und so wurde ich wieder einmal in eigener Sache aktiv.
Zu dem war als Projekt, schon  seit 2005 der 70cm Transverter des Autors, halbfertig in einer  meiner Schubladen geparkt.
Aber, aus welchen Gründen auch immer, wollte es hier  nicht so recht vorran gehen.
Schade eigentlich den, bei genauerem hinsehen musste man sofort erkennen, das ist zwar keine "Eier legende Wollmilchsau",
aber, durch die Verwendung modernster Halbleiter mit exelenten Regeleigenschaften
stecken die  Feinheiten wie erwartet  im Detail.
     
Als ich den neueren Aufsatz zum Thema:
" Neues 2m Transverter Konzept mit grossem Dynamikumfang" laß, mußte ich dann einfach wieder mal loslegen.

      

Die hier fast schon garantierten Betriebsparameter suchen ihres Gleichen und  2m sowie 70cm SSB-QSO`s  
könnten hiermit endlich wieder mal Spass machen.
Bandbelebung bei aufkommenden Überreichweiten, Rauschanstiege und andere Besonderheiten sind,
dank  des nachgeschalteten SDR-Flex3000, deutlich visualisierbar und,
noch wichtiger,
jetzt auf den ersten Blick über einen großen Bereich zu erkennen.


Adé du Zeit der Ahnungslosigkeit, willkommen in der Jetztzeit.
Ich hatte zwar früher schon immer  einen Panoramaempfänger im Paralellbetrieb mitlaufen aber
das ist, mit dem heutigen komfortablen SDR Transceivern,  nicht zu vergleichen
Und so  ist es keine Übertreibung sondern
die Quintessens dieses weiter entwickelten Transverter Konzeptes in Verbindung mit der SDR Welt.
Der  beste Vorteil dieser Konvertermodule aber ist, sie selbst aufbauen zu können.

      

Einige Seiten Papier wurden mit machbaren und weniger machbaren Entwürfen von mir vollgekritzelt.
Dann, vier Wochen vor Weihnachten 2015 stand das Layout und Konzept zu diesem Projekt fest.
Nach einer Inventur aller Bauteile, Vorrats und Sammelkisten, schnell noch einige Telefonate, um fehlende Kleinteile zu ordern.
Dann  war es endlich soweit. Baubeginn.

      

Die Machart war von vorne herein klar. Das Gehäuse  für alle Module und Baugruppen,
sowie das innere Chassisteil, wurde  wieder aus doppelseitig, CU kaschiertem, FR4 Basis-Material hergestellt.
Vier M5 Gewindestangen und die nötigen Abstandshalter aus  AL- und  MS-Rohr, halten alles zusammen.
So geht doch nichts über ein servicefreundliches Gesamtkonzept.

Funktionelle Bedienung und servicefreundliche Aufteilung machen, nach der Fertigstellung, besonderenSpaß.
Die Teilung der herausklappbaren Baugruppenträger für 2m und 70cm machen das hier deutlich.
Im aufgeklappten Zustand geben sie den Blick auf die Wärmesenke der PA-Module frei.

Zur Umschaltung aller HF-Wege kommen sechs Koaxrelais von Radial zum Einsatz.
Aus einer MIL Einheit recyceled, sind die zwar etwas größer als die gängigen japanischen Relais,  
dafür aber als 12V-Version und BNC-Ausführung, meine erste Wahl für diese Aufgabe.
Zwei linearisierte Hybridmodule, für 2m, das S-AV36  und das S-AU93 für 70cm, sorgen für genügend Leistung, um gehört zu werden.
Knappe 100Watt HF auf 2m und 70cm benötigen allerdings die richtige Wärmesenke.
Ein ausrangierter, kommerzieller Monsterkühlkörper und drei Lüfter, halten, das ganze dann  schön kühl.
Je ein Tiefpass vor und ein Bandpass hinter den PA`s, sorgen zusätzlich  für  saubere Ausgangssignale.


Bei Empfang werden  die von den Vorverstärkern auf 2m und 70cm kommenden Empfangssignale über die
HF- Eingangsbuchsen und  die internen Koaxrelais zu den Transvertern geführt.
Ohne Vorverstärker  z.B. bei  Portabel- oder Einkabelbetrieb , werden die KOAX-Brücken auf der Rückseite geschlossen.
Die HF der internen PA`s wird dann über die Koaxbrücken in den Transverter  zurück geführt
und über die internen  Koaxrelais zur Antenne geschaltet.

       
Werden zwei zusätzliche, dickere Leistungsendstufen mit eingebunden, wird
das Sendesignal am internen Koaxrelais vorbei, über eine offene Koaxbrücke an der Rückfront  direkt zu den PA`s geführt und dann mit  separatem Koaxkabel,über die Vorverstärker zur Antenne geschaltet.

In beiden  Vorverstärkern sind keine Koaxrelais mehr verbaut und  mit schnellen Leistungspindioden wird bis max. 1KW
nahezu ohne Verzögerung und völlig geräuschlos umgeschaltet.
Die Anpassung wird dabei in externen SWR-Brücken gemessen und über gut entkoppelte Kabel, zur Anzeige gebracht.

In einer nostalgischen Gemütsphase hatte ich mich im letzten Moment, zu einem analogen Zeigerinstrument für die Ausgangsleistung  und der Betriebsparameter  der internen und externen PA´s entschlossen.
Das gezappel an dunkelblauen  LCD Display`s, kann nämlich ganz schön nerven...

 

Zwei lange Querbügel auf der Rückseite schützen zudem alle rückwärtigen Buchsen und Armaturen.
Der Transverter läßt sich so gefahrlos auf diesen Bügeln abstellen ohne Gefahr zu laufen
die Ein- und Ausgangsbuchsen auf der Rückfront zu beschädigen.


Praktische Transportgriffe auf der Frontseite und eine farblich Anpassung an das Layout des Flex3000
diesmal mit einer professionell gefrästen Front und Rückwand hergestellt durch die Berliner Firma Schaeffer,
hier mal zur Probe kurzzeitig teilbestückt, machen zu dem, auch aus diesem Teil meiner Station, einen Hingucker.



Es ist an fast alles gedacht und auch zum Fielday oder Contestbetrieb ist mein SDR-Flex3000
mit meinem 2m / 70cm Transverter  als"Flex3270" komfortabel zu bedienen und somit
eine echte Bereicherung der portabelen Stationsausrüstung.
Die Bezeichnung "Flex3270" ist natürlich frei erfunden und stellt, symbolisch  wie sinnbildend, die Verbindung zwischen
dem von mir verwendeten Flex3000 und meinen Eigenbau Transvertern her.

Abschliessend bleibt  festzustellen, das sich beim Selbstbau,  auch mal wieder bei diesem Projekt,
 jede noch so kleine Mühe gelohnt hat.


Das Copyr. der  erwähnten Label und Logos liegt bei FlexRadioSystems.
Eine kommerzielle Verwendung oder Nutzung im weitesten Sinn, ist von mir weder beabsichtigt, noch gewollt
und schließe ich hiermit außdrücklich aus.


CQ Fox11,
auf der Fox11 Servicewelle :
145,475 MHz sowie 430,525 MHz
ruf doch mal rein ...